1.7 Kleinräumige Gliederung, Gebiete
Einsatzbereich und Nutzen
Die Kleinräumige Gliederung ist das statistische Raumbezugssystem der Kommunen. Es erfolgt die Einteilung des Gebietes in kleinräumige Einheiten, die sich letztlich auf Straßen und Hausnummern (Adressen) als kleinste Einheit beziehen. Üblicherweise sind die Elemente der Kleinräumigen Gliederung Stadtbezirke, Ortsteile, statistische Bezirke, Baublöcke und deren Blockseiten. Abhängig von der Gemeindegröße werden mit der Lösung die Gliederungselemente auf Grundlage von ALK bzw. ALKIS kartiert. Anschließend können die kartierten Abgrenzungen zum Erstellen neuer Gebietseinteilungen herangezogen werden wie z. B. von Stimmbezirken für Wahlen, von Postleitzahlgebieten, Schulbezirken , Planungsräumen, Sozialgebieten usw.
Die kartierten Gebietsabgrenzungen der Kleinräumigen Gliederung sollen der Datenerhebung und der Erstellung von Statistiken
dienen. Zu diesem Zweck bilden sie in Gaja®Matrix grafische Abfragekriterien in den zentralen Gaja®Matrix-DatenPool und die darin liegenden Daten (z. B. Adressen) oder auch der zusätzlich daran angeschlossenen externen Datenbestände (z. B. in das Einwohnermeldewesen).
Je nach Datenkonstellation lassen sich die Abfrageergebnisse tabellarisch ausgeben, als Diagramme oder in topologischer Auswertung der Verteilung der verschiedenen Werte auch als anzupassende Thematische Karten bzw. als grafische Darstellungsvarianten in Form von OpenGIS-Styles.
Das Ziel der grafischen kleinräumigen Gliederung im Zusammenspiel mit dem zentralen Gaja®Matrix-DatenPool ist also die Anwendung im weitesten Sinne als Organisationsmittel für Statistik, Planung, Verwaltungsvollzug bis hin zur vergleichenden Kommunalstatistik.
Funktionsübersicht
Diese Lösung ermöglicht die Kartierung und Analyse von Gliederungsstrukturen eines Verwaltungsgebietes.
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Grafische Darstellung von Baublöcken auf der ALK. Informationen zu Baublöcken und anderen Gebietsabgrenzungen der Kleinräumigen Gliederung liefern wichtige Informationen zur Fundierung des Verwaltungshandelns.
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Sachdatenmaske: Grunddaten zum Baublock
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Sachdatenmaske: Blockseiten und Adressen je Baublock
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Kartieren der Kleinräumigen Gliederung mit Funktionen des integrierten CAD-Programms MicroStation.
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Bericht zum Baublock (Bockseiten mit Adressen)
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Ein beliebtes Anwendungsbeispiel für Gebiete sind "Wahlbezirke".
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Ausgabe eines anonymisierten Berichtes aus dem (optional) angeschlossenen Einwohnermeldewesen: Z.B. die "Altersgruppen eines Baublockes"
Kartierung
- Kartierung der Gebietsabgrenzungen der Kleinräumigen Gliederung mit Hilfe einer Gliederungsbibliothek.
- Kartierung von weiteren Gebieten (Wahlbezirke, PLZ-Bezirke, Schulbezirke, Überschwemmungsgebiete, Satzungsgebiete etc.)
Sachbearbeitung, Auskunft, Analyse, Ausgabe
- Sachdatenerfassung zu den kartierten Gebietsabgrenzungen.
- Nutzung von kartierten Gebietsabgrenzungen als grafische Abfragekriterien mit vorbereiteten Abfragen (siehe Administration) in die zentrale Gaja®Matrix-Datenbank oder in angebundene externe Datenbanken (z. B. Ausgabe einer Liste von Menschen über 65 Jahren in einem bestimmten Baublock).
Arbeitsvorbereitung, Administration
- Vergabe von Zugriffsrechten.
- Erstellen von Datenbankabfragen in die Gaja®Matrix OpenGIS-Datenbank zu den kartierten Gebietsabgrenzungen.
- Erstellen bzw. Einbinden von Datenbankabfragen in angeschlossene Fremddatenbestände zu den kartierten Gebietsabgrenzungen (z. B. aus dem kartierten Baublock in das externe Einwohnermeldewesen).
- Erstellen von farbkodierten Thematischen Karten und OpenGIS-Styles als Darstellungsvarianten z. B. über die Wahlbezirke anhand von eingehenden Wahlergebnissen, Wahlbeteiligungen usw.
- Definition und Ausgestaltung von Datenauswertungslisten- und Reports.
Besonderheiten und Hinweise
Die Grafischen Daten sowie die Sach- und Vorgangsdaten der Lösung werden in einer gemeinsamen OpenGIS-Datenbank gehalten und sind über den Zentralen Integrator nicht nur untereinander, sondern auch mit den anderen Lösungen verbunden. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal der Gaja®Matrix-Lösungsfamilie und entscheidender Vorteil in Bezug auf Datenkonsistenz, Benutzerfreundlichkeit, Rechtssicherheit und im Hinblick auf interdisziplinäre Analyse- und Recherchemöglichkeiten.
