ALB / ALK

14.3 WebCoverageService (WCS) bi-direktional

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Einsatzbereich und Nutzen

Mit Hilfe des WebCoverageService (WCS) erfolgt über den Gaja®Matrix GeoDatenInfrastruktur-Knoten (GDI-Knoten) der internetgestützte Zugriff auf Rasterdaten und deren Beschreibungen anderer Teilnehmer an der GDI-DE.
WCS kann in Verbindung mit einem WebMapService (WMS) und WebFeatureService (WFS) angewendet werden. Der WFS ist für den Zugriff auf die Geodaten verantwortlich, während der WMS nur noch für die Visualisierung der Daten zuständig ist. Dabei beschränkt sich der WFS nur auf den Zugriff von Vektordaten, während der WebCoverageService (WCS) den speziellen Zugriff auf die Rasterdaten steuert.
Die Spezifikation des WCS ist international gültig und wurde vom Open Geospatial Consortium (OGC) verfasst.
Die Nutzung von WebServices erschließt den Teilnehmern an der GeoDatenInfrastruktur Deutschland (GDI-DE) weitreichende Vorteile: Vermeidung redundanter Datenhaltung, Erhöhung der Rechtssicherheit durch tagaktuelle Verfügbarkeit von GeoDaten, Vermeidung von Administrationsaufwand durch Wegfall von klassischem Dateiverkehr und den damit verbundenen Konvertierungsaufgaben über proprietäre Schnittstellen.

Die wichtigsten Funktionen

Zugriff per Internet auf Rasterdaten externer Server der GeoDatenInfrastruktur (externe GDI-Server):

  • Zugriff auf Rasterdaten, die auf externen MapServern (z. B. KartenServer der Landesvermessung mit den aktuellsten GeoBasisDaten) verfügbar sind.
  • Möglichkeit der Kombination der angefragten Rasterdaten mit den Daten des eigenen Gaja®Matrix Datenprojektes, um eigene Darstellungen zu erzeugen, die auf der aktuellsten Geodatengrundlage basieren.
  • Möglichkeit der Kombination mit WMS und WFS.
  • Die eigene Datenhaltung der externen Rasterdaten und der damit verbundene Administrationsaufwand beim Gaja®Matrix-Anwender entfallen.

Kaskadierung

  • Einfacher geht es kaum: Die auf der Gaja®Matrix ZentralBox bzw. auf dem Gaja®Matrix GDI-DE Knoten angemeldeten GeoDaten externer GeoDatenServer erhalten zutreffende Klartexteinträge im Gaja®Matrix Kartenmanager. Die Anfragen werden dann direkt an den Gaja®Matrix BüroPCs in den Sachgebieten durch Mausklicks auf die externen Kartennamen im Kartenmanager ausgelöst und über die Gaja®Matrix ZentralBox und den Gaja®Matrix GDI-Knoten zum jeweiligen externen Server geschickt und von dort aus an den BüroPC beantwortet.

Bereitstellen eigener Rasterdaten auf dem Gaja®Matrix GeoDatenInfrastruktur-Server (eigener GDI-Server):

  • Zugriff von externen Nutzern der GDI-DE auf Rasterdaten, die zu diesem Zweck aus dem eigenen Gaja®Matrix Datenprojekt auf dem eigenen GDI-Server bereitgestellt und im eigenen Gaja®Matrix Datenprojekt aktuell gehalten werden.

Besonderheiten und Hinweise

Die INSPIRE-Richtlinie der EU vom 15. 05. 2007 (INSPIRE: Infrastructure for spatial information in the european community) formuliert hohe gesetzliche Anforderungen an die Interoperabilität von GeoDaten. Mit dem GeoDatenZugangsgesetz vom 11. 02. 2009 erlangte die INSPIRE-Richtlinie der EU auch in Deutschland Rechtskraft zur Schaffung einer GeoDatenInfrastruktur (GDI). Das hat weitreichende Konsequenzen auf GeoDaten, wie sie z. B. als Grundlage für Bauleitplanungen benötigt werden oder im Ergebnis von Bauleitplanungen neu entstehen und betrifft insofern alle am Prozess der Erstellung und Nutzung von Bauleitplänen beteiligten Institutionen und Dienstleister.
Die zielgerichtete Nutzung von Gaja®Matrix WebServices (hier: WCS) verschafft Anwendern deutliche Vorteile in Bezug auf Rechtssicherheit, denn sie können sich modern und innovativ bei der gesetzlich vorgeschriebenen Umsetzung der INSPIRE-Richtlinie (Pflichtaufgabe) positionieren. Mit Gaja®Matrix WebServices auf dem eigenen GeoDatenInfrastrukturKnoten werden Gaja®Matrix Anwender ganz im Sinne von INSPIRE zum Bestandteil der GeoDatenInfrastruktur ihres Bundeslandes.
Über WebServices greifen Gaja®Matrix Anwender direkt von Ihrem Arbeitsplatz auf verteilt liegende GeoDaten und relevante Fachdaten zu („nur lesend“), die in der jeweils aktuellsten Fassung auf GDI-DE-Servern z. B. beim Landesvermessungsamt oder bei anderen GDI-DE-Teilnehmern gespeichert sind. Umgekehrt ist es möglich, kommunalen Partnern Auskunft („nur lesend“) auf ausgewählte GeoDaten des eigenen Gaja®Matrix Datenprojektes zu gewähren.