13.14 Werkvorschriften-Umsetzer
Einsatzbereich und Nutzen
Bei der Übergabe von Arbeitsergebnissen von Auftragnehmern an Auftraggeber gibt es in der Praxis immer wieder erhebliche Probleme, wenn Standarddatenformate wie XPlanung oder ISYBAU nicht angewendet werden können und darüber hinaus auf beiden Seiten mit völlig unterschiedlichen Programmen gearbeitet wird.
Die Folgen sind durchaus dramatisch: Erhebliche Nacharbeiten beim Auftraggeber, Datenverluste und Datenfehler durch Formatunterschiede bis hin zur völligen Nichtverwendbarbarkeit der übergebenen Arbeitsergebnisse. Dann landen die Datenträger in der berühmten Schublade und der Auftraggeber begnügt sich notgedrungen mit separaten PDF-Dateien oder Plots.
Für ausgewählte Fachdisziplinen, in denen der Austausch von Vermessungsergebnissen an der Tagesordnung ist (z. B. bei der Dokumentation von Trinkwassernetzen), stehen Gaja®Matrix Werkvorschriften zur Verfügung, die auf das Datenmodell der jeweiligen Lösung exakt abgestimmt sind und die eine Zeichen- und Strukturvorschrift für das zu beauftragende Vermessungsbüro beinhalten. Die jeweilige Gaja®Matrix Werkvorschrift wird also dem Auftragnehmer als Bestandteil der Ausschreibung bzw. des Auftrages als Handlungsanweisung übergeben.
Der beauftragte Dienstleister kann nun seine Erfassungsarbeit mit dem Programm
seiner Wahl durchführen. Zur Übergabe der Arbeitsergebnisse reicht eine DXF-Datei aus, die normalerweise von jedem CAD-Programm oder GIS erzeugt werden kann. Lediglich die zu erstellende Struktur dieser DXF-Datei muss exakt den Vorgaben der übergebenen Gaja®Matrix Werkvorschrift entsprechen.
Ist das der Fall, passiert die vom Auftragnehmer übergebene DXF-Datei den Übersetzungs- und Prüfalgorithmus des Gaja®Matrix Werkvorschriftenumsetzers ohne Fehler. Anschließend sorgt der Werkvorschriftenumsetzer dafür, dass die angelieferten Vermessungsergebnisse in das Datenmodell der jeweiligen Gaja®Matrix Fachlösung übertragen, die zugehörigen grafischen Elemente gezeichnet und ggf. verbunden werden, dass alle vom Vermesser aufgenommenen Sachinformationen in die richtigen Datenbanktabellen eingetragen werden, dass alle Verbindungen der Sachdatensätze zu den grafischen Elementen korrekt und vollständig hergestellt werden und dass die erforderliche Netzlogik gebildet wird.
Kurzum: Der Einsatz dieser Lösung verringert den Aufwand beim Übertragen von Fachdaten vom Auftragnehmer zum Auftraggeber auf Kontrollschritte beim Durchlaufen des Werkvorschriften-Umsetzprozesses und damit auf ein Minimum. Und zwar unabhängig davon, mit welchem Programm der Auftragnehmer seine Auftragsarbeiten durchführt.
